P-Seminar Robotik

Das P-Seminar Robotik mit dem Leitfach Physik stellte sich dieses Jahr erstmalig einer großen Herausforderung. Die Schülerin und die Schüler nahmen mit drei Teams an der Regular Category der World Robot Olympiad 2015 teil. Der Regionalentscheid für die Region München hierzu fand am 15.5.2015 bei ITQ in Garching statt.
 
Die World Robot Olympiad (WRO) ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 19 Jahren mit dem Ziel, ihnen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern und sie für einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu motivieren. Die WRO Saison 2015 steht unter dem Motto „Robot Explorers“. Der Wettbewerb in Garching findet in der sogenannten Regular Category der WRO Senior (16 – 19 Jahre) statt.
 
Bei der Regular Category bauen und programmieren die teilnehmenden Teams einen Roboter, welcher auf einem etwa 2,5 m x 1,3 m großen Parcours verschiedene Aufgaben lösen kann (z.B. Farben erkennen, Gegenstände transportieren etc.). Bereits seit Anfang Februar hatten die Teams Zeit, ihren Roboter für die weltweit identischen Aufgaben vorzubereiten.  
 
In jeder Altersklasse gibt es dabei unterschiedliche Aufgaben zum Thema der Saison. Die jüngsten Mädchen und Jungen (8 – 12 Jahre) tauchen mit ihrem Roboter nach Perlen, Teams der Altersklasse Junior (13 – 15 Jahre) gehen auf Schatzsuche und die Senioren (16 – 19 Jahre) lassen ihre Roboter Vorräte in entlegene Bergregionen bringen.
 
Insgesamt nahmen dieses Jahr bundesweit 372 Teams an der WRO teil. In Garching konnten sich drei Teams in der Altersklasse Senior für das Deutschlandfinale im Juni in Dortmund qualifizieren. Dort winken dann Startberechtigungen zum diesjährigen Weltfinale nach Doha (Katar).
 
Die Vorbereitung auf den Wettbewerb gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da die notwendige Ausstattung – Baukästen der Lego-Education-Serie – an der Schule noch nicht vorhanden war. Die MINT Initiative Freising unter der Leitung von Herrn Prof. Huber konnte der Gruppe von Schülern allerdings unter die Arme greifen und ermöglichte den Teams eine Einarbeitung durch die leihweise Überlassung von drei Basis- und Ergänzungssets. Für die Anschaffung weiterer Bausätze konnte die Gruppe den Freundeskreis des Josef-Hofmiller-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Dr. Fürst, sowie den Elternbeirat gewinnen. Die Stadt Freising unterstützte das Projekt durch Beschaffung der entsprechenden Software.
 
Nachdem die notwendigen Aufbauten hergestellt, verleimt und verschraubt waren, konnten die ersten Tests beginnen. Die diesjährige Aufgabe bestand darin einen Farbcode mit Hilfe des Roboters auszulesen, und anschließend entsprechend des Codes die Positionen der einzelnen Bausteine anzufahren und diese dann auf den vier „Bergen“ abzulegen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Aufbau gelang es dem Team bestehend aus Vincent Wenk, Elias Brandstetter, Patrick Schmidhalter, Andreas Fischer und Lena Holzmaier sich gegen einen Großteil der Konkurrenz durchzusetzen und sich für das Bundesfinale in Dortmund zu qualifizieren. Dieses findet am 19. Und 20. Juni in Dortmund statt. Wir gratulieren dem Team zu diesem großartigen Erfolg und drücken dem Team die Daumen für das Bundesfinale.
 
 
Dr. Stefan Bäumel
 
 

Astronomie am JoHo

Wahlkurs für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 12

 
Natürlich geht es nicht ganz ohne theoretische Grundlagen. Aber: Die Beobachtungspraxis steht im Zentrum. Gelehrt wird das, was gerade am Himmel zu beobachten ist: Die Sternbilder im Lauf des Jahres, der Tanz der Planeten und ihrer Monde, die gigantischen Vorgänge auf der Sonnenoberfläche, die bizarren Mondlandschaften, Orte von Geburt und Tod von Sternen im Universum. An möglichst vielen Beobachtungsabenden auf der Sternwarte werden die Schülerinnen und Schüler mit den Erscheinungen am Sternenhimmel und den instrumentellen Beobachtungstechniken vertraut gemacht.
 
 
Reiner Düsberg
 
 

Erfinderwerkstatt

 
Seit dem Schuljahr 2013/14 wird der Wahlunterricht „ Erfinderwerkstatt“ nach einer mehrjährigen Unterbrechung angeboten. Unter der Anleitung von StR Manuel Pitsch werkeln dort aktuell zwölf Schülerinnen und Schüler aus der 7. Jahrgangsstufe. Die jungen Tüftler können sich dort ganz praktisch einen Zugang zu Phänomenen aus Natur und Technik verschaffen. Ob bei Holzarbeiten, oder dem Löten einfacher Schaltungen, in der Erfinderwerkstatt sind vor allem praktische Fähigkeiten gefragt. Bisherige Projekte waren neben Bumerangs und Mausefallenautos auch  das Erstellen von Requisiten für eine Theateraufführung. Aktuell basteln die Schüler Aktivlautsprecher für Handy oder MP-3-Player.  Neben Spaß am handwerklichen Schaffen sind Beiträge zum verwendeten Material von monatlich etwa 5€ beizusteuern.
 
 
Manuel Pitsch
 
 

P-Seminar DORO

Flughafenroboter der Spitzenklasse

Das P-Seminar DORO (DOcumentation ROver) beschäftigte sich mit der Entwicklung und dem Aufbau eines Roboters zur Dokumentation größerer Areale im Inneren von Gebäuden – hier speziell mit der Positions-bestimmung des Roboters. Auftraggeber dieses Projekts war die IT Consulting Abteilung der Flughafen München GmbH (FMG). Ziel des Gesamtprojektes war der Bau eines Rovers ähnlich dem Mars-Rover, der selbstständig von Position A zu Position B fährt und die Umgebung visuell erfasst.
 
 
Als Projekt, das mit der FMG durchgeführt wurde, hatte dies nach den Richtlinien des Munich Airport Project Management (MAP) zu erfolgen. Das Team des JoHo konnte dafür den „MAP Newcomer Award“ entgegen-nehmen, eine erstmalig vergebene Auszeichnung der FMG für ein besonders erfolgreiches Projektmanagement. Im Rahmen einer Feierstunde wurde den Schülern ein Scheck überreicht, mit dem ihre überzeugende Arbeit besonders gewürdigt wurde.
 

DORO gewinnt Preis des Kultusministeriums

Das Projekt-Seminar DORO gewann auch die Vorausscheidung zum jährlichen P-Seminarpreis, welcher vom Kultusministerium ausgeschrieben wird. Damit zählte es zu den besten 24 von 2700 P-Seminaren aus ganz Bayern. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft – kurz vbw – honorierte diese außerordentliche Leistung mit einem Geldpreis von 200 €. Die 15 Schülerinnen und Schüler unter Leitung von Dr. Stefan Bäumel bauten dabei den Teil des DOcumentation ROvers, kurz DORO, der für die Positionsbestimmung in geschlossenen Räumen verantwortlich ist. Der Roboter soll als autonomer Erkundungsroboter die Innenbereiche des Münchner Flughafenterminals abfahren und mit bordeigener Kamera Fotomaterial zur Erstellung eines virtuellen Rundgangs (ähnlich zu Google-Streetview) sammeln. Der Gewinn des Wettbewerbs krönt damit eine außergewöhnliche Schülerleistung, die sich durch große Ausdauer (das Projekt lief insgesamt über drei Jahre) und hohes fachliches Niveau auszeichnet.
 
Ein zentrales Thema von DORO war dabei Problemlösen in Bereichen, die den Schülern bis dato verborgen waren. Dies sind beispielsweise die Konstruktion und Fertigung von Bauteilen aus Holz und Stahl, die Programmierung von Schnittstellen in Programmiersprachen Java, C++, Assembler, … oder aber auch die Arbeit an bzw. nach einem Projektplan.
 
Dr. Stefan Bäumel