Kampf gegen Windmühlen und andere Abenteuer lassen JoHo erbeben

Spiel- und Sangesfreude pur, ein begeistertes Publikum – die fleißige Probenarbeit für das Musical „Die seltsamen Abenteuer von Don Quijote und Sancho Pansa“ von Jörg Ehni und Uli Führe hat sich gelohnt!

Ein Film oder ein Buch ziehen so in ihren Bann, dass man alles rundherum vergisst. Don Quijote geht noch weiter. Er liebt Ritterromane so sehr, dass er beschließt, selbst Ritter zu werden. Mit seinem „Knappen“ Sancho Pansa reitet er los und erlebt die wildesten „Abenteuer“. Eine einfache Schenke wird zu einer „stattlichen Burg“, eine Windmühle zu einem gefährlichen Riesen, ein Trauerzug zum Drachen, ein Holzgestell zum fliegenden Pferd. Alle Abenteuer meistert der „Ritter von der traurigen Gestalt“ im Namen der Dame seines Herzens Dulcinea von Toboso, die eigentlich einem „Drecksnest“ entstammt und inzwischen 15 Kinder hat! Bei alldem sind seine ritterlichen Ideale so liebenswert, dass man sich freut, wenn der Held am Ende von seinem Dorf heimgeholt und groß gefeiert wird.

Nach monatelangen Vorbereitungen und einer dreitägigen Probenfahrt von Chor, Orchester und Schulspiel kam am 4. Juni 2014 am Hofmiller-Gymnasium erstmals ein Musical zur Aufführung. Es wurde vor voller Aula präsentiert, handelte es sich doch um das Ergebnis der Zusammenarbeit zahlreicher Arbeitskreise und Gruppen am JoHo. 150 Schülerinnen und Schüler von der 5.-11. Klasse sowie zehn Lehrer arbeiteten zusammen, um das Stück auf die Bühne zu bringen. Eltern und Elternbeirat unterstützten das Großprojekt in den verschiedensten Bereichen. Die Begeisterung der Beteiligten war für alle spürbar und sprang auf die Zuschauer über.

Überwältigend war die große Bandbreite an Beteiligten und gezeigten Leistungen und Begabungen: Gesang, Orchester, Schauspiel, Akrobatik, Tanz, Licht-und Tontechnik. Die Mitglieder des Wahlkurses Schulspiel zeigten sich textsicher. Souverän meisterten die Akteure die spritzigen Dialoge. Sie schlüpften in die Rollen von Don Quijote, Sancho Pansa, Wirt, Barbier, Eselstreibern, Hofdamen, Kavalieren usw. und präsentierten sich in passenden Kostümen. Durch den großen Einsatz von Eltern und Omas war das Gesamtbild bunt und entführte in die Welt des Don Quijote. Beispielhaft sei nur die liebevolle Anfertigung der Kostüme für Pferd und Esel genannt, die eigens genähten Röcke sowie der beeindruckende Efeustamm, der als Baum das Bühnenbild bereicherte.

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