Vier Pfoten am Josef-Hofmiller-Gymnasium – Vorstellung von Schulhund Charlie und der Schulhundlehrkraft Claudia Gröger

Ich freue mich, Ihnen meinen Hund Charlie und mich vorstellen zu dürfen. Zunächst zu meiner Person. Ich unterrichte Deutsch und Englisch und bin seit 2015 am Josef-Hofmiller-Gymnasium tätig. Ich bin verheiratet und habe drei Söhne und 2018 konnte ich mir meinen langgehegten Traum vom eigenen Hund erfüllen. So kam Charlie am 15.08.2018 als achtwöchiger Welpe aus einer Hobbyzucht vom Bodensee zu uns nach Hause und bereichert seitdem mit seinem liebenswürdigen Wesen unseren Familienalltag. Von Anfang an war ich seine Bezugsperson – das Gassi gehen übernimmt mein Mann aber sehr gerne. Das heißt, dass ich sämtliche Kurse in der Hundeschule und auch beim Mantrailing (Vermisstensuche) wahrnehme.

Seit November 2021 besuche ich gemeinsam mit meinem Golden Retriever Charlie die Schulhundeausbildung des Schulhunde Bayern e.V., die das Schulhundteam dann berechtigt, am Josef-Hofmiller-Gymnasium eingesetzt zu werden. Der Hund wird in ausgewählten Stunden zusätzlich zu mir als Fachlehrkraft am Unterricht teilnehmen. Dadurch bereichert Charlie unser Schulleben.

Wer ist Charlie?

Er ist ein Golden Retriever der Arbeitslinie, der neben der Schulhundeausbildung an zahlreichen Erziehungskursen und an der Vermisstensuche (Mantrailing) teilnimmt. Ich schließe die neunmonatige Ausbildung zum Schulhundteam im Juli 2022 mit einer mehrteiligen Prüfung ab.   

Was ist ein Schulhund überhaupt?

Ein Schulhund ist ein Hund mit einer besonderen Ausbildung, der stundenweise im Schulalltag den Unterricht begleitet und einen vielfältigen Wirkungsbereich hat.

Studien zeigen, dass sich die Anwesenheit eines geeigneten, ausgebildeten Hundes positiv auf die Schüler auswirkt. Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und das Sozialverhalten der Kinder werden gefördert, ebenso wie das Kommunikations- und Lernverhalten. Außerdem ist bewiesen, dass ein Hund einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit haben kann.

Beim Streicheln eines Hundes werden Endorphine ausgeschüttet, es macht also glücklich.

Die Schüler gehen mit einer positiven Einstellung in den Unterricht, weil sie sich auf Charlie freuen. So motiviert lernt es sich leichter.

Speziell bei autistischen Kindern zeigen Studien, dass geeignete Hunde die Motorik, den Stressabbau und die Kontaktaufnahme fördern können.

Warum werden Hunde in der Schule eingesetzt?

Ein geeigneter Hund kann

  • ein besseres Lernklima schaffen
  • die Schülerinnen und Schüler zum Lernen motivieren
  • das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflussen
  • das Verantwortungsbewusstsein Schülerinnen und Schüler stärken

Wie verläuft ein Einsatz?

  • Charlie besucht einmal pro Woche eine von Frau Gröger unterrichtete Klasse. Im Moment ist das die Klasse 10a, in die Charlie einmal wöchentlich geht.
  • Vor einem Besuch in einer Klasse erhalten Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Eltern schriftlich Informationen über den möglichen Einsatz.
  • Sprechen wichtige Gründe wie z.B. Hundehaarallergie, massive Angst vor Hunden oder religiöse Vorbehalte gegen den Einsatz in einer Klasse, können die Eltern dies auf diesem Weg mitteilen.