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In 80 Tagen um die Welt

von Julia Wiesmann

London, 1872: Der DAILY TELEGRAPH verkündet, dass es dank der Fertigstellung des letzten Teilstücks der Great Indian Peninsula Railway nun machbar sei, in 80 Tagen die Welt zu umrunden. "Nicht möglich", sagen die Herren vom Reform Club, doch Phileas Fogg bietet ihnen eine Wette an: Er will die Reise antreten und auf die Minute genau in 80 Tagen wieder im Club erscheinen. Mit seinem Diener Passepartout macht er sich sofort auf die abenteuerliche Reise, die alles andere als glatt verläuft. Schlechtes Wetter und unglückliche Zufälle verzögern immer wieder das Weiterkommen, und da ist auch noch Detektiv Fix, der Mr Fogg für einen Bankräuber hält und ihn am Fortkommen hindern und verhaften will. Hat der exzentrische Engländer eine Chance, seine Wette zu gewinnen?
Die Theatergruppe unter der Leitung von Frau Krach präsentierte Mr Foggs abenteuerliche Reise letzte Woche auf der Bühne, und die Zuschauer in der Aula konnten mitfiebern, als auf kleinen und großen Schiffen, in Zügen (deren Durchsagen deutlich der DB ähnelten) und sogar auf einem Elefanten Kontinente durch- und Meere überquert wurden. Hier waren flotte Wechsel beim Bühnenbild gefragt, doch die Truppe war perfekt aufeinander eingespielt und tauschte in Windeseile Urwald gegen Wogen und diese wiederum gegen eine Opiumhöhle aus. Mit Witz und Schwung präsentierten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Geschichte, musikalisch begleitet vom Unterstufenchor, dessen Lieder die passende Stimmung schufen.
Ob Phileas Fogg am Ende seine Wette gewinnt, sei hier nicht verraten. Gewonnen hatte aber auf jeden Fall das Publikum, nämlich einen äußerst unterhaltsamen Abend, und entsprechend groß war am Ende der Applaus.