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A normal lost phone

04.04.2025 von Lisa Romeick

Frau Romeick kommt ins Klassenzimmer von game-based learning und hat auf dem Bürgersteig vor der Schule ein Smartphone gefunden, das jemand verloren hat. Wem gehört dieses Smartphone und was machen wir jetzt?

Den Schülerinnen und Schülern war sofort klar, wir müssen es im Sekretariat abgeben. Aber das Handy wurde ja nicht in der Schule gefunden, sondern draußen. Eigentlich müssten wir er dann bei der Polizei abgeben! Sollen wir versuchen eine Blick ins Handy zu werfen, um mehr zum Besitzer herauszufinden? Würden wir selbst wollen, dass jemand Fremdes in unser Handy schaut, wenn wir unser Smartphone verlieren würden? Wir schauen uns nur den Startbildschirm an und stellen fest, dass ein Elefant als Hintergrundbild eingestellt ist und der Besitzer mit dem Schulnetzwerk verbunden ist – also ein Mitglied der Schulfamilie, wahrscheinlich sogar eine Lehrkraft, also doch im Sekretariat abgeben. Dann war es wohl doch gut, einen kleinen Blick ins Handy zu werfen?

In „A normal lost phone“ machen wir uns auf die Suche nach der Identität des Besitzers, einer Person namens Sam, die in der fiktiven Stadt Melren lebt. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen, denn die Schülerinnen und Schüler spielen sich selbst. Und komisch ist es schon, in einem fremden Smartphone herumzusuchen, man selbst möchte das auch nicht, das geht gegen die Persönlichkeitsrechte. Aber das Spiel lässt keine andere Möglichkeit zu.
Im Verlauf des Spiels decken die Schülerinnen und Schüler mehrere Geheimnisse und Ereignisse auf, wie zum Beispiel den versuchten Missbrauch einer Freundin durch einen Bekannten von Sam. Schließlich erfahren wir, dass Sam eine bisexuelle Transgender-Frau namens Samira ist und dies vor mehreren Menschen in ihrem Leben verheimlicht hat, denen sie sich als heterosexueller Mann präsentiert hat. Welche Probleme Samira alias Sam hat, welche
Erfahrungen sie sammelt und wie ihr Umfeld damit umgeht, erfahren die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Spiels.