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Ovids Metamorphosen einmal anders erleben Mythen und Marmor

von Simon Fröbus

Ende Januar unternahmen die discipulae discipulique („Schülerinnen und Schüler“) der elften Jahrgangsstufe eine Exkursion in die Glyptothek am Münchner Königsplatz. Dabei lud schon der Ort des Geschehens – ebenda befinden sich auch die Staatliche Antikensammlung sowie das Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke – dazu ein, sich mit der Anlage, dem architektonischen Gesamtkonzept und der wechselhaften Historie des Platzes auseinanderzusetzen. Passend zum Lehrplan standen dann im Rahmen einer einstündigen Führung vier ausgewählte Mythen aus den Metamorphosen Ovids im Fokus, die anhand von Vasenmalereien (Europa und der Stier) und Statuen (Bacchus als Säugling, Medusa, Apollo und Augustus) nacherzählt und interpretiert wurden.
Da durch die fachkundige Führung und die Schülerinnen und Schüler selbst immer wieder der Bogen in die heutige Zeit gespannt und die Frage „Quid ad nos?“ („Was hat das mit uns zu tun?“) gestellt wurde, bewahrheitet sich erneut, was Ovid über sich und sein Werk am Ende der Metamorphosen schreibt:

perque omnia saecula fama […] vivam.