Abiturienten_JoHo_2026

Feierliche Entlassung der Abiturienten

von Sabine Bäumel

Mit einer festlichen Veranstaltung verabschiedete das Josef-Hofmiller-Gymnasium seinen Abiturjahrgang 2026. Gemeinsam mit Familien, Lehrkräften, Freunden sowie zahlreichen Ehrengästen blickten die Absolventinnen und Absolventen auf ihre Schulzeit zurück und feierten den erfolgreichen Abschluss eines bedeutenden Lebensabschnitts.
Bereits der Auftakt setzte den Ton für den Nachmittag: Mit „Hall of Fame“ von The Script, eindrucksvoll vorgetragen vom Lehrerchor und dem Großen Chor, wurde deutlich, dass dieser Tag den jungen Menschen gewidmet war, die in den vergangenen Jahren mit Fleiß, Ausdauer und Gemeinschaftssinn ihren Weg bis zum Abitur gegangen sind. Die Botschaft des Liedes – an die eigenen Fähigkeiten zu glauben und die Zukunft mutig zu gestalten – spiegelte die Stimmung der Feier wider.
Charmant und souverän führte Moderatorin Paula Hoffmann durch das abwechslungsreiche Programm.
Den Auftakt der Grußworte machte Bürgermeister Nico Heitz. Für ihn war die Feier zugleich ein persönliches Jubiläum: Vor zehn Jahren hatte er selbst am Josef-Hofmiller-Gymnasium sein Abitur abgelegt und war an gleicher Stelle verabschiedet worden. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er sich an seine eigene Abiturfeier und schlug damit eine Brücke zwischen den damaligen und den heutigen Absolventinnen und Absolventen. Seine zentrale Botschaft lautete: „Bleibt neugierig!“
Auch Stefan Endrejat, Vorsitzender des Elternbeirats, gratulierte herzlich zum bestandenen Abitur. Er erinnerte daran, dass der Weg bis zum Abschluss nur gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und vielen Unterstützern gelungen sei.
Musikalisch sorgte anschließend die Abiband mit dem ABBA-Klassiker „The Winner Takes It All“ für Begeisterung. Der Titel passte hervorragend zum Anlass und war auch das Motto der diesjährigen Absolvia.
Persönliche Worte fand auch der Stellvertretende Landrat Franz Heilmeier. Er betonte, dass die Schule weit mehr vermittelt habe als Fachwissen. Die Absolventinnen und Absolventen nähmen Werte wie Respekt, Verantwortung, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung mit – Eigenschaften, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg ebenso tragen würden wie ihr erworbenes Wissen.
Oberstufenkoordinator Henning Arndt begrüßte den Jahrgang zur „letzten Vollversammlung“ und blickte mit kleinen Anekdoten auf die gemeinsamen Jahre zurück, denn einen Teil der Absolventinnen und Absolventen hatte er bereits in der 6. Klasse als Mathematiklehrer kennengelernt. Besonders bewegend sei für ihn jedes Jahr die Bekanntgabe der Abiturnoten: „In jedem Gesicht sieht man das pure Glück. Die unglaubliche Anspannung, die von jedem abfällt, hört und spürt man.“ Sein Dank galt den Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium und besonders den Eltern, die ihre Kinder über viele Jahre begleitet und unterstützt haben.
Mit viel Charme und Humor blickten die Abiturientinnen Paula Büngener und Jule Michel auf ihre gemeinsame Schulzeit als erster G9-Jahrgang zurück. Sie erinnerten an Freistunden mit Supermarkt-Besuchen, das lebhafte Oberstufenzimmer, W-Seminare, KI als Lernhelfer und die Anspannung vor den Abiturprüfungen. Ebenso ließen sie die Studienfahrten nach Hamburg, Wien, Straßburg und Berlin sowie die Austauschprogramme mit Dänemark, Italien und Estland Revue passieren. Aus vier sehr unterschiedlichen Klassen sei im Laufe der Jahre eine starke Gemeinschaft entstanden, betonten sie. Ihr herzlicher Dank galt den Lehrkräften – besonders Oberstufenkoordinatoren Henning Arndt und Frau Lohs –, ebenso wie der restlichen Schulfamilie und ihren Eltern, Familien und Freunden. Mit dem Abitur ende zwar die Schulzeit, Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen würden jedoch bleiben.
Schulleiterin Susanna Räde stellte zu Beginn ihrer Ansprache die Frage: „Warum ist uns euer Abitur eine Feier wert?“ Ihre Antwort: Weil damit eine Leistung anerkannt werde, die über viele Jahre hinweg viel Zeit, Energie und Ausdauer gekostet habe. Als Biologielehrerin zog sie einen Vergleich zur Tierwelt: Während vielen Tieren ihre Fähigkeiten bereits in der DNA angelegt seien, müsse der Mensch sie erst erlernen. Gerade darin liege jedoch seine besondere Stärke. Lernen ermögliche es, Erfahrungen zu verarbeiten, sich immer wieder neu auf Herausforderungen einzustellen und über bloßes Faktenwissen hinaus kreativ zu denken sowie ethische und moralische Entscheidungen zu treffen. Schule vermittle deshalb nicht nur Wissen, sondern auch Werte. Mit Blick auf die Entwicklung Künstlicher Intelligenz machte Räde deutlich, dass Maschinen den Menschen nicht vom Denken entbinden könnten. Vielmehr müsse ihre Generation lernen, KI zu verstehen, ihre Ergebnisse kritisch einzuordnen und verantwortungsvoll mit ihren Möglichkeiten und Risiken umzugehen. Den Absolventinnen und Absolventen gab sie mit auf den Weg, auch nach dem Gymnasium neugierig zu bleiben, weiterzulernen und bei allen technischen Entwicklungen ihre Menschlichkeit zu bewahren.
Nach einem weiteren musikalischen Höhepunkt mit „Blinding Lights“ von The Weeknd, erneut eindrucksvoll interpretiert von der Abiband, folgte der feierlichste Moment des Nachmittags: die Übergabe der Abiturzeugnisse. Unter großem Applaus nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse entgegen. Darüber hinaus wurden Schülerinnen und Schüler für herausragende schulische Leistungen sowie besonderes Engagement geehrt. Stolz, Freude und auch ein wenig Wehmut waren in diesem Augenblick gleichermaßen spürbar.
Den stimmungsvollen Abschluss bildete das gemeinsame Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani. Gemeinsam sangen die Abiturientinnen und Abiturienten dieses Lied, das längst zu einer Hymne für besondere Lebensmomente geworden ist. Familien, Lehrkräfte und Gäste begleiteten den emotionalen Ausklang mit lang anhaltendem Applaus.
Mit der feierlichen Zeugnisverleihung endete für den Abiturjahrgang 2026 des Josef-Hofmiller-Gymnasiums ein bedeutendes Kapitel. Gleichzeitig begann für die jungen Erwachsenen ein neuer Lebensabschnitt voller Möglichkeiten und Herausforderungen.